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Ratgeber · Windows & Software

Windows 11 aktuell halten – warum Updates wichtig sind

Auch mit Windows 11 sind Sie nicht automatisch auf dem aktuellen Stand. Jede einzelne Windows-11-Version hat ihr eigenes Ablaufdatum – wer die jährliche Aktualisierung überspringt, bekommt irgendwann keine Sicherheitsupdates mehr.

Stand: 25. August 2026·Lesezeit rund 6 Minuten·von Svetlana Schlee

Der Umstieg auf Windows 11 fühlt sich wie ein Abschluss an: einmal umgestellt, Thema erledigt. Tatsächlich ist er der Anfang eines Rhythmus.

Der Denkfehler: „Ich habe Windows 11, also bin ich aktuell“

Windows 11 erscheint einmal im Jahr in einer neuen Version – 23H2, 24H2, 25H2 und so weiter. Jede dieser Versionen wird nur eine begrenzte Zeit mit Sicherheitsupdates versorgt:

  • Windows 11 Home und Pro: 24 Monate ab Veröffentlichung der Version
  • Windows 11 Enterprise und Education: 36 Monate

Danach ist Schluss. Der Rechner läuft weiter, er sieht unverändert aus, er meldet keinen Fehler – aber es kommen keine Sicherheitskorrekturen mehr an.

VersionHome / ProEnterprise / Education
23H2bereits ausgelaufen10. November 2026
24H213. Oktober 202612. Oktober 2027
25H212. Oktober 202710. Oktober 2028
26H114. März 202813. März 2029

Besonders relevant ist die Zeile 24H2: Diese Version ist auf vielen Geräten im Einsatz, die 2024 und 2025 angeschafft oder umgestellt wurden. Für Home und Pro endet ihre Versorgung im Oktober 2026.

So prüfen Sie in zehn Sekunden, welche Version bei Ihnen läuft

Kurzanleitung

Drücken Sie die Windows-Taste zusammen mit R, tippen Sie winver ein und bestätigen Sie mit Enter. Es öffnet sich ein kleines Fenster, das die Version anzeigt – zum Beispiel „Version 24H2“.

Machen Sie das an jedem Arbeitsplatz. Meiner Erfahrung nach sind es nicht alle Geräte, die hinterherhinken, sondern einzelne: das Notebook, das selten mitgenommen wird, der Rechner im Lager, das Gerät der Kollegin in Teilzeit.

Was ein Update überhaupt ist

Nicht jedes Update ist dasselbe, und das erklärt einen Teil der Verwirrung.

Sicherheitsupdates

Sie erscheinen monatlich, in der Regel am zweiten Dienstag. Sie schließen Fehler, über die jemand in ein System eindringen könnte, und ändern nichts an der Bedienung.

Funktions- oder Versionsupdates

Sie bringen einmal jährlich die neue Windows-Version. Sie können Abläufe verändern und das Zusammenspiel mit anderer Software beeinflussen – hier ist ein geplanter Zeitpunkt sinnvoller als ein spontaner.

Treiber- und Firmware-Updates

Sie betreffen die Geräte selbst: Drucker, Router, Netzwerkspeicher. Sie werden am häufigsten übersehen, weil kaum jemand daran denkt, dass ein Router überhaupt Software enthält.

Was passiert, wenn Updates ausbleiben

Bekannte Lücken bleiben offen

Sicherheitslücken werden veröffentlicht, sobald der Hersteller sie geschlossen hat. Ab diesem Moment weiß auch die Gegenseite, wo sie suchen muss. Wer das Update nicht installiert, ist nicht unauffällig – er ist bekannt verwundbar.

Angriffe laufen automatisiert

Der verbreitete Gedanke „bei uns gibt es doch nichts zu holen“ geht an der Realität vorbei. Es sucht niemand gezielt nach Ihrem Betrieb. Es werden ganze Adressbereiche automatisch nach angreifbaren Systemen abgesucht.

Programme vertragen sich nicht mehr

Ältere Stände verlieren mit der Zeit den Anschluss: Ein Browser wird nicht mehr unterstützt, eine Fachanwendung setzt eine neuere Grundlage voraus, ein Dienst stellt die Verbindung ein.

Es kann über die Technik hinausgehen

Wer personenbezogene Daten verarbeitet, muss angemessene Schutzmaßnahmen treffen. Ein System ohne Sicherheitsupdates lässt sich schwer als angemessen begründen, und im Schadensfall kann das eine Rolle spielen. Wie das im Einzelfall zu bewerten ist, gehört allerdings in juristische Hände.

Nicht nur Windows: die Stellen, die vergessen werden

Beim Wort „Update“ denken die meisten an Windows. Der größere Teil der Angriffsfläche liegt aber woanders:

  • Programme und Fachanwendungen – Office, PDF-Programme, Branchensoftware
  • Browser und deren Erweiterungen – Erweiterungen werden fast nie geprüft
  • Router, Firewall und WLAN-Zugangspunkte – Firmware, die oft jahrelang unangetastet bleibt. Mehr dazu unter Netzwerk & Infrastruktur.
  • Drucker und Netzwerkspeicher – vollwertige Computer im Netzwerk, die niemand so behandelt
  • Smartphones und Tablets mit Zugriff auf betriebliche E-Mail
  • Webseiten – bei WordPress und ähnlichen Systemen sind veraltete Erweiterungen der häufigste Einbruchsweg. Siehe Webentwicklung & technische Betreuung.

Warum „einfach alles sofort installieren“ im Betrieb nicht immer die Antwort ist

Für private Geräte sind vollautomatische Updates meist der richtige Weg. In einem Betrieb ist es etwas komplizierter – wer das Gegenteil behauptet, hat noch keinen Montagmorgen erlebt, an dem nach einem Update die Warenwirtschaft nicht mehr startet.

Sinnvoll ist eine Mischung:

  1. Sicherheitsupdates zügig, möglichst automatisch.
  2. Den jährlichen Versionswechsel geplant – zu einem Zeitpunkt, an dem ein Ausfall verkraftbar ist, nicht mitten in der Abrechnung.
  3. Vorher eine funktionierende Datensicherung, damit ein Rückweg existiert. Wie eine belastbare Sicherung aussieht, steht unter IT-Sicherheit & Datensicherung.
  4. Kritische Fachanwendungen zuerst auf einem Gerät testen, bevor sie auf allen laufen.

Das ist kein großer Aufwand, wenn es einmal geordnet ist. Der Aufwand entsteht, wenn es nicht geordnet ist.

Und was ist mit Windows 10?

Falls in Ihrem Betrieb noch Windows-10-Geräte laufen: Der reguläre Support endete am 14. Oktober 2025. Über das Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) erhalten Privatpersonen noch bis zum 12. Oktober 2027 Korrekturen. Unternehmen und Behörden können die Updates bis Oktober 2028 beziehen – kostenpflichtig pro Gerät, mit jährlich steigendem Preis.

Das verschafft Zeit, löst das Thema aber nicht. Und eine Umstellung braucht mehr Vorlauf, als die meisten erwarten, weil nicht jedes Gerät die Anforderungen von Windows 11 erfüllt.

In 15 Minuten selbst prüfen

  • Welche Windows-11-Version läuft auf welchem Gerät? (winver)
  • Gibt es Geräte, die noch auf 23H2 oder älter stehen?
  • Sind automatische Updates aktiviert – und wann wurden sie zuletzt tatsächlich installiert?
  • Wann hat der Router zuletzt eine neue Firmware bekommen?
  • Sind Office, Browser und Fachanwendungen auf dem aktuellen Stand?
  • Gibt es Geräte, die nur selten eingeschaltet werden und deshalb monatelang keine Updates gesehen haben?
  • Existiert eine Datensicherung – und wurde eine Wiederherstellung jemals getestet?

Wenn Sie bei zwei oder mehr Punkten zögern, lohnt sich ein Blick von außen.

Wenn Sie das nicht selbst machen möchten

Updates sind eine dieser Aufgaben, die niemandem Freude bereiten und trotzdem regelmäßig erledigt werden müssen. Genau dafür gibt es die laufende IT-Betreuung und den IT-Support: Ich behalte die Aktualisierungen im Blick, plane Versionswechsel und teste sie vorher.

Wenn Sie wissen möchten, wie es in Ihrem Betrieb aussieht, sehen wir uns das in einem unverbindlichen Erstgespräch gemeinsam an. Sie sprechen dabei direkt mit mir – nicht mit einer Hotline.

Svetlana Schlee IT-Schlee – IT-Service & IT-Beratung, Edermünde

Häufige Fragen zu Windows-Updates

Wie lange bekommt Windows 11 Sicherheitsupdates?

Nicht Windows 11 als Ganzes hat ein Enddatum, sondern jede einzelne Version. Home und Pro werden 24 Monate ab Veröffentlichung der jeweiligen Version mit Sicherheitsupdates versorgt, Enterprise und Education 36 Monate. Für Version 24H2 endet die Versorgung bei Home und Pro am 13. Oktober 2026.

Wie sehe ich, welche Windows-Version auf meinem Rechner läuft?

Drücken Sie die Windows-Taste zusammen mit R, tippen Sie winver ein und bestätigen Sie mit Enter. Das Fenster zeigt die Version an, zum Beispiel „Version 24H2“. Prüfen Sie das an jedem Arbeitsplatz einzeln.

Was passiert, wenn ich Updates einfach nicht installiere?

Der Rechner läuft zunächst normal weiter und meldet keinen Fehler. Bekannte Sicherheitslücken bleiben aber dauerhaft offen. Da Angriffe automatisiert ganze Adressbereiche absuchen, spielt die Größe des Betriebs dabei keine Rolle. Zusätzlich verlieren ältere Stände mit der Zeit die Kompatibilität zu Browsern und Fachanwendungen.

Sollten Updates im Unternehmen automatisch installiert werden?

Sicherheitsupdates ja, möglichst zügig und automatisch. Den jährlichen Versionswechsel sollten Sie dagegen planen: zu einem Zeitpunkt, an dem ein Ausfall verkraftbar ist, mit einer geprüften Datensicherung im Rücken und einem Testgerät für kritische Fachanwendungen.

Bekommt Windows 10 noch Updates?

Der reguläre Support endete am 14. Oktober 2025. Über das Programm für erweiterte Sicherheitsupdates erhalten Privatpersonen noch bis zum 12. Oktober 2027 Korrekturen, Unternehmen und Behörden bis Oktober 2028 – kostenpflichtig pro Gerät.

Unsicher, ob Ihre Geräte noch versorgt werden?

Im unverbindlichen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, welche Windows-Versionen bei Ihnen laufen und was sinnvollerweise als Nächstes ansteht.

Erstgespräch anfragen

Quellen: Microsoft Learn, Windows 11 Releaseinformationen (Wartungsenddaten je Version) sowie Microsoft-Angaben zum Programm für erweiterte Sicherheitsupdates für Windows 10. Stand der Angaben: 25. August 2026.

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